{"id":314,"date":"2018-10-08T15:15:07","date_gmt":"2018-10-08T13:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wp-rosenmaar.peter-petersen-schule-koeln.de\/?p=314"},"modified":"2018-10-08T15:15:07","modified_gmt":"2018-10-08T13:15:07","slug":"1980-1989","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/2018\/10\/08\/1980-1989\/","title":{"rendered":"1980-1989"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">In den 80ern- Endlich Gemeinsamer Unterricht mit behinderten und nichtbehinderten Kindern\t<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>1980<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser letzter Hauptschuljahrgang wird entlassen: 33 M\u00e4dchen und 26 Jungen, davon 36 mit Fachoberschulreife. Sie haben ihr letztes Schuljahr im \u201eBlauen Haus\u201c verbracht. Ilse, Hannelore, Hans-G\u00fcnter und Werner waren die letzten Hauptschullehrerinnen und -lehrer der Petersen-Schule Am Rosenmaar. Alle vier sind danach in den Grundschulteil gewechselt, Hans G\u00fcnter sogar vom 10. in ein 1.\/2. Schuljahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1981<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schulpflegschaft und Schulkonferenz beschlie\u00dfen am 12. November einstimmig, einen Schulversuch zum gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder zu beantragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorangegangen war:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ab Mitte der siebziger Jahre forderten Kolleginnen und Kollegen die Unterst\u00fctzung durch Sonderschullehrerinnen und \u2011lehrer, weil sie sich den Anforderungen mit den vielen schwierigen Kindern, die \u00fcber den schulpsychologischen Dienst und Erziehungsberatungsstellen in unsere Angebotschule, oft an Sonderschulen vorbei, angemeldet wurden.<\/li><li>1978 erh\u00e4lt Erwin vom Kultusminister m\u00fcndlich die Zusage, dass Sonderschullehrer und -lehrerinnen an die Schule kommen, wenn f\u00fcr die entsprechenden Kinder ein Sonderschulaufnahmeverfahren durchgef\u00fchrt wird. Das Kollegium lehnt das ab. Es will keine Kinder mit Stempel und f\u00fcrchtet noch gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten durch eine offizielle Integration.<\/li><li>Die Schulpflegschaft h\u00e4lt das Thema in der Diskussion und Eltern nichtbehinderter nichtbehinderter Kinder arbeiten auf den Beschluss hin. In diesem Zusammenhang muss Hanno M\u00f6hring, der Pflegschaftsvorsitzende, mit seiner Beharrlichkeit hervorgehoben werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>1982<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schule feiert ihr 30j\u00e4hriges Jubil\u00e4um und gibt ihren zweiten Bildband heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kultusminister bringt als Geburtstagsgeschenk den Erlass zur Integration an unserer Schule mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Zeitpunkt besuchen bereits vier k\u00f6rperbehinderte und zwei sprachbehinderte Kinder die Schule. Neu eingeschult werden vier k\u00f6rperbehinderte und ein sprachbehindertes Kind. Der Transport der Kinder ist in drei F\u00e4llen nicht durch die Eltern zu leisten. Auf den ersten Klassenpflegschaftsversammlungen des Schuljahres sammeln die Eltern Geld. Daf\u00fcr transportiert Volker als arbeitsloser Sozialp\u00e4dagoge die Kinder jeden Tag in einem alten R4 zwischen Schule und Elternhaus. Eine Sonderschullehrerin mit halber Stelle und zwei Kolleginnen mit je sechs Stunden werden an die Schule abgeordnet. Die abgeordneten Sonderschullehrerinnen sollen j\u00e4hrlich abgel\u00f6st werden. Gegen dieses Verfahren wehren sich mit Erfolg die Grundschullehrerinnen und -lehrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten beiden Schafe kommen aufs Schulgel\u00e4nde. Also noch ein Jubil\u00e4um.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1983<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erst jetzt ist das Kollegium so weit, dass es sich die beiden ersten geistig behinderten Kinder zutraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schuljahr 83\/84 entsteht der Film \u201eFlorian, ich bin auch dabei\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1984<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesamtschule H\u00f6henhaus, bis dahin unser Partner und Hauptabnehmer im Sekundarbereich, beschlie\u00dft, unsere behinderten Kinder nicht zu \u00fcbernehmen. In der Gesamtschule Holweide beginnt die Diskussion um die Weiterf\u00fchrung der Integration.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Kollegin Ulla Kostenzer stirbt ganz pl\u00f6tzlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1985<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eVerband Katholischer M\u00e4dchensozialarbeit\u201c stellt der Schule vier ABM-Stellen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1986<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesamtschule Holweide \u00fcbernimmt die ersten behinderten Kinder. Eine enge, bis heute andauernde Partnerschaft beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eBlaue Haus\u201c brennt!<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Raumnot, Unterricht in der Mensa, der Feierhalle und der B\u00fccherei, Freizeit im Keller.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt will nicht wieder aufbauen. Harte Auseinandersetzungen und eine turbulente Schulgemeindeversammlung wenden das Blatt. Unser Karnevalsorden ist ein Zelt mit der Aufschrift \u201eFreizeit im Gr\u00fcnen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Weihnachtsbasar wird das renovierte Blaue Haus eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1987<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Dienstbesprechung im Kultusministerium regelt einige Besonderheiten f\u00fcr die Integration an der Petersen-Schule, so das Sonderschulaufnahmeverfahren, Aufnahmekriterien und die Anbindung der Sonderschullehrer- und lehrerinnen. Hier der entsprechende Protokollausschnitt:<\/p>\n\n\n\n<p>TOP 3. Anbindung der Sonderschullehrer<\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich der Einbindung der an der Grundschule t\u00e4tigen Sonderschullehrer in die Arbeit dieser Schule und ihre Anbindung an die Herkunftsschule wurden folgende Regelungen vereinbart:<\/p>\n\n\n\n<p>3.1 Ob die an der Grundschule t\u00e4tigen Sonderschullehrer in Unterricht und Schulleben dieser Schule vollst\u00e4ndig oder nur stundenweise eingebunden werden sollen, ist an Hand der konkreten Situation zu entscheiden; eine Generalisierung ist nicht sinnvoll. F\u00fcr die spezifische Konzeption der Peter-Petersen-Schule ist nach M\u00f6glichkeit sicherzustellen, dass die Sonderschullehrer mit ihrer gesamten Stundenzahl in der Peter-Petersen-Schule eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt \u00fcbernimmt zwei der ABM Stellen vom \u201eVerband katholischer M\u00e4dchensozialarbeit\u201c f\u00fcr die Schule. Vor\u00fcbergehend muss der F\u00f6rderverein als Tr\u00e4ger fungieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1988<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse schulischer Bildung allgemein f\u00fchren langsam zu der Einsicht, dass programmierter Unterricht, ausschlie\u00dflich wissenschafts- und lernzielorientiertes Arbeiten, m\u00f6glichst Homogenit\u00e4t durch \u00e4u\u00dfere Differenzierung, einseitige Leistungsanforderungen, strenge Leistungskontrollen und ein Schrottberg komplizierter technischer Medien dem Menschen in der Gesamtheit seiner Lebensanspr\u00fcche nicht gerecht werden. Wir haben uns den Schl\u00fcssel zur Welt abgeschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich gibt es Krankengymnastik an der Schule. Jahrelang wurde der Schwarze Peter zwischen Landschaftsverband &#8211; an dessen Schule die k\u00f6rperbehinderten Kinder statistisch gef\u00fchrt werden &#8211; und der Stadt, als Schultr\u00e4ger, hin und her geschoben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1989<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle AB-Ma\u00dfnahmen aus dem \u201eVerband Katholischer M\u00e4dchensozialarbeit\u201c m\u00fcssen zur\u00fcckgezogen werden, weil die neu festgelegten Tr\u00e4geranteile nicht mehr finanzierbar sind. Mit den Ma\u00dfnahmen hat die Schule in den letzten Jahren den Kindern, die in den Sch\u00fclerl\u00e4den keinen Platz mehr fanden, \u00fcber die Blaue-Haus-Gruppe eine Rundum-Betreuung verschaffen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Schuljahr 1989\/90 gibt es nur noch Stammgruppen mit Kindern aus allen vier Schuljahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Elternpflegschaft beschlie\u00dft die 3. Elterninitiative, die als Tr\u00e4ger der Freien Jugendhilfe ein Hortangebot macht. Der \u201eRosenmaar-Ganztag e.V.\u201c wird aus der Taufe gehoben. Der F\u00f6rderverein \u00fcbernimmt Barbara in ein 3. ABM-Jahr, was Arbeitsplatzgarantie bedeutet. Eine ganz windige Sache f\u00fcr Leute mit guten Nerven. (Das hier zu dokumentieren ist richtig, weil es noch aktive Zeitzeugen gibt). Vater Edgar Keller schaufelt juristische Wege frei, die Erwin nie nachvollziehen kann, und Konrektor Werner bringt seine au\u00dferschulischen Erfahrungen ein und leitet quasi ein Personalb\u00fcro.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwin macht zum zweiten Mal eine positive Erfahrung mit Schulverwaltung, unglaublich, vielen wird es stinken, es ist aber so! 1967, Ihr m\u00fcsst zur\u00fcckbl\u00e4ttern, ist es der Leiter des Schulverwaltungsamtes, Norbert Burger, der sich durch Argumente \u00fcberzeugen l\u00e4sst. Ohne ihn g\u00e4be es die Schule heute nicht mehr. Jetzt ist es der Superdezernent, Lothar Ruschmeier. Er ist verantwortlich f\u00fcr Schule und Jugend. Es gibt keine Kompetenzschwierigkeiten zwischen Schulamt und Jugendamt. Und er ist Argumenten zug\u00e4nglich. Er signalisiert, dass die Hortaufgaben der Sch\u00fclertagesst\u00e4tten die Stadt \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Das muss eigentlich im Interesse der st\u00e4dtischen Schule sein, endlich ein Tr\u00e4ger! Die Eltern &#8211; und Schulen leben von Eltern und deren Kindern &#8211; entscheiden sich gegen dieses Angebot, weil sie zu starke staatliche Einflussnahme bef\u00fcrchten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den 80ern- Endlich Gemeinsamer Unterricht mit behinderten und nichtbehinderten Kindern 1980 Unser letzter Hauptschuljahrgang wird entlassen: 33 M\u00e4dchen und 26 Jungen, davon 36 mit Fachoberschulreife. Sie haben ihr letztes Schuljahr im \u201eBlauen Haus\u201c verbracht. Ilse, Hannelore, Hans-G\u00fcnter und Werner waren die letzten Hauptschullehrerinnen und -lehrer der Petersen-Schule Am Rosenmaar. Alle vier sind danach in den Grundschulteil gewechselt, Hans G\u00fcnter sogar vom 10. in ein 1.\/2. Schuljahr. 1981 Schulpflegschaft und Schulkonferenz beschlie\u00dfen am 12. November einstimmig, einen Schulversuch zum gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder zu beantragen. Vorangegangen war: Ab Mitte der siebziger Jahre forderten Kolleginnen und Kollegen die Unterst\u00fctzung durch Sonderschullehrerinnen und \u2011lehrer, weil sie sich den Anforderungen mit den vielen schwierigen Kindern, die \u00fcber den schulpsychologischen Dienst und Erziehungsberatungsstellen in unsere Angebotschule, oft an Sonderschulen vorbei, angemeldet wurden. 1978 erh\u00e4lt Erwin vom Kultusminister m\u00fcndlich die Zusage, dass Sonderschullehrer und -lehrerinnen an die Schule kommen, wenn f\u00fcr die entsprechenden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chronik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-30 16:22:10","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}