{"id":312,"date":"2018-10-08T15:14:22","date_gmt":"2018-10-08T13:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wp-rosenmaar.peter-petersen-schule-koeln.de\/?p=312"},"modified":"2018-10-08T15:14:22","modified_gmt":"2018-10-08T13:14:22","slug":"1970-1979","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/2018\/10\/08\/1970-1979\/","title":{"rendered":"1970-1979"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die 70er Jahre &#8211; Bildb\u00e4nde und der Sch\u00fclerladen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1970<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Schuljahr 1970\/71 beschlie\u00dft die Lehrerkonferenz, die Zusammensetzung der Stammgruppen zu ver\u00e4ndern. Gebildet werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eingangsstufe 1. und 2. Schuljahr<\/li><li>Grundstufe 3. und 4. Schujahr<\/li><li>F\u00f6rderstufe 5. und 6. Schuljahr<\/li><li>Oberstufe 7. bis 9. Schuljahr<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stufenwechsel zum Halbjahr ist vorgesehen. Demnach k\u00f6nnten Kinder wenigstens eineinhalb, h\u00f6chstens zweieinhalb Jahre in einer Stammgruppe verweilen.\u00a0<br\/>Zur Begr\u00fcndung ein Auszug aus dem Konferenzprotokoll:\u00a0<br\/>Erwin wird zum Rektor ernannt. Konrektor wird Hans Arentz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1971<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Shake hands, das Abschlu\u00dflied jeder Karnevalssitzung wird aus der Taufe gehoben.<br\/>Mit Beginn des Schuljahres 1971\/72 werden die Stammgruppenzusammensetzungen im Hauptschulbereich noch einmal ver\u00e4ndert. Die neue Oberstufe umfa\u00dft Jugendliche des 7. und 8. Schuljahres, die neue Abschlu\u00dfstufe Jugendliche des 8. und 9. Schuljahres (Das war der Tiefpunkt im jahrgangs\u00fcbergreifenden Denken). Der allgemeine Trend zu m\u00f6glichst vielf\u00e4ltiger \u00e4u\u00dferer Differenzierung und eine junge wisssenschaftsoriertiert ausgebildete Lehrerschaft lassen keinen anderen Kompromi\u00df mehr zu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1972<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ute Remus aus dem Kinderladen Gr\u00e4venhof in Br\u00fcck bringt bei der Anmeldung ihres Sohnes die Idee auf, f\u00fcr Kinder der Petersen-Schule einen Sch\u00fclerladen zu gr\u00fcnden. Was macht unsere Schule bei einem neuen Problem? Na was schon, sie gr\u00fcndet einen Arbeitskreis &#8211; AbeitskreisSch\u00fclerladen.<br\/>Die Teilnehmer der ersten Diskussionsrunde \u00fcber ein Sch\u00fclerladenprojekt an der Petersen-Schule bilden zwei Gruppen. Die erste Gruppe hat bereits Erfahrungen mit Kinderl\u00e4den und einem gescheiterten Sch\u00fclerladenprojekt in Br\u00fcck gesammelt. Diese Eltern haben ihre Kinder jetzt, soweit sie bereits schulpflichtig sind, an der PPS angemeldet, weil sie an ihr eine von Zw\u00e4ngen relativ freie Erziehung und damit eine Kontinuit\u00e4t zwischen Kinderladen und Schulerziehung erwarten. Von Mitgliedern dieser Gruppe kam der Vorschlag, einen Sch\u00fclerladen f\u00fcr PPS-Sch\u00fcIer zu gr\u00fcnden. Die zweite Gruppe setzte sich aus Mitgliedern des PAK der PPS zusammen, die an der Verwirklichung des Sch\u00fclerladenprojektes mitarbeiten wollen, teilweise weil sie selbst Kinder in den Sch\u00fclerladen bringen wollen, teilweise aus sozialp\u00e4dagogischem und schulpolitischem Interesse. Der Verein Sch\u00fclertagesst\u00e4tte Peter-Petersen-Schule wird gegr\u00fcndet. Erste Mitgliederversammlung am 25.4.1972. Fortan jagen sich:\u00a0<br\/>Jeden Donnerstag Versammlungen bis tief in die Nacht, mit dem Ringen um eine inhaltliche Bestimmung und das Suchen nach R\u00e4umen:\u00a0<br\/>&#8211; Haus Haan, bis hin zu einer f\u00fcr das Geb\u00e4ude schicksalhaften Besetzungsdrohung,\u00a0<br\/>&#8211; ein Abbruchhaus am D\u00fcnnwalder Mauspfad,\u00a0<br\/>&#8211; vor\u00fcbergehende Unterkunft im Pfarrsaal,\u00a0<br\/>&#8211; eigene Baupl\u00e4ne auf einem Gel\u00e4nde in D\u00fcnnwald,\u00a0<br\/>&#8211; zeitweilige Unterkunft in demontablen Einheiten f\u00fcr das Gymnasium,\u00a0<br\/>&#8211; der dramatische Kampf um das Haus am Pattscheider Weg.\u00a0<br\/>Das erste Gr\u00fcne Buch wird herausgegeben,\u00a0<br\/><em>&#8222;ein p\u00e4dagogisches experiment wird 20 jahre&#8220;.\u00a0<\/em><br\/>Diesem Buch entnehmen wir die Zielsetzung der Schule damals und daran hat sich soviel ja nicht ge\u00e4ndert:\u00a0<br\/>Was will die Petersen-Schule mit ihrer Arbeit erreichen?\u00a0<br\/>Die Petersen &#8211; Schule will aufgrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten \u00dcbungsfelder schaffen. Diese \u00dcbungsfelder sollen bei den Sch\u00fclern solche Fertigkeiten, F\u00e4higkeiten und Verhaltensweisen wecken, f\u00f6rdern und ein\u00fcben, die ein soziales Miteinander und die sinnvolle Gestaltung des Privatbereiches als Ziel anstreben. Damit sind gemeint:\u00a0<br\/>&#8211; Bereitschaft und F\u00e4higkeit zur Mitgestaltung und Mitverantwortung in allen Lebensbereichen.\u00a0<br\/>&#8211; Konstruktives, kritisches Verhalten gegen\u00fcber allen gesellschaftlichen Prozessen und sachbezogenen Darstellungen. Das bedeutet: die Fakten analysieren, die Ma\u00dfst\u00e4be im personalen wie im Sachbereich abw\u00e4gen, Vorschl\u00e4ge unterbreiten, Prozesse in Gang setzen.\u00a0<br\/>&#8211; Toleranz gegen\u00fcber Andersdenkenden und Benachteiligten. Damit ist gemeint:\u00a0<br\/>die F\u00e4higkeit, gegen\u00fcber Einwendungen sachlich zu reagieren, die Bereitschaft auf Einw\u00e4nde zu h\u00f6ren, die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Aussagen anderer, die Ber\u00fccksichtigung der Situation des anderen. &#8212; Umstellungsf\u00e4higkeit auf neue Partner, Sachverhalte und Situationen. Dazu geh\u00f6ren:\u00a0<br\/>Zur\u00fcckhaltung beim Urteil, bis die Fakten bekannt sind, die Bereitschaft die eigene Meinung und das eigene Urteil zu \u00e4ndern und Vorurteile abzubauen, die F\u00e4higkeit Neulinge zu integrieren, die Initiative, neu- und umzulernen.\u00a0<br\/>&#8211; Andauernde Lernbereitschaft und die F\u00e4higkeit, sich die jeweils ben\u00f6tigten Informationen mit m\u00f6glichst geringem Zeit- und Kraft-Aufwand zu beschaffen.\u00a0<br\/>&#8211; Problembewusstsein. Das hei\u00dft: Probleme erkennen, aufgreifen und l\u00f6sen k\u00f6nnen.\u00a0<br\/>&#8211; Ausdrucks- und Darstellungsf\u00e4higkeit, in der Weise, da\u00df eigene Probleme, Kenntnisse und Erkenntnisse so dargestellt werden, da\u00df der jeweilige Partner trotz unterschiedlicher Aufnahmef\u00e4higkeit, versteht, was ausgesagt werden soll.\u00a0<br\/>&#8211; Die Teamf\u00e4higkeit, also die F\u00e4higkeit zusammenzuarbeiten. Sie enth\u00e4lt, dass man, wenn notwendig, f\u00e4hig ist anzuregen und zu f\u00fchren, ebenso wie es von der Sache her erforderlich sein kann, da\u00df man sich zur\u00fcckh\u00e4lt und einordnet.\u00a0<br\/>&#8211; Durchsetzungsverm\u00f6gen, in dem Sinne, da\u00df man Dinge, die man f\u00fcr richtig h\u00e4lt mit den Mitteln der Fairness trotz Schwierigkeiten und R\u00fcckschl\u00e4gen verfolgt, dass man lernt, eigene, auch abweichende Meinungen zu \u00e4u\u00dfern und zu vertreten, da\u00df man sich f\u00fcr etwas eindeutig entscheiden kann, dabei aber in allem die Folgen eigenen Handelns und der eigenen Forderungen f\u00fcr andere bedenkt und ber\u00fccksichtigt.\u00a0<br\/>&#8211; Die Entwicklung von Sonderinteressen, die einen Hobbybereich schaffen und erweitern k\u00f6nnen, mit der F\u00e4higkeit, sich die daf\u00fcr notwendigen Techniken anzueignen. Damit soll sch\u00f6pferisches Tun gef\u00f6rdert werden.\u00a0<br\/>&#8211; Die F\u00e4higkeit, Gemeinschaftsleben in Feier und Spiel zweckfrei zu gestalten.\u00a0<br\/>&#8211; Das Verm\u00f6gen, Wissen, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten situationsgerecht einzusetzen. Nach einer Untersuchung, in der alle Kinder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer befragt werden, werden offiziell die Hausaufgaben abgeschafft. Ersch\u00fctternstes Ergebnis der Untersuchung ist, da\u00df ein Drittel aller Kinder &#8211; auch dieser Schule &#8211; bei Hausaufgaben Tr\u00e4nen vergie\u00dfen.\u00a0<br\/>Das Blaue Haus wird f\u00fcr das Gymnasium H\u00f6henhaus aufgestellt. 1973 Die Schule erarbeitet sich ein eigenes Mitbestimmungsmodell, erst Schulparlament, dann Schul-Rat genannt. Es basiert auf Drittelparit\u00e4t zwischen Eltern, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, Lehrerinnen und Lehrern. Auf Intervention einiger Eltern verbietet der Kultusminister den Schul-Rat und beauftragt die Schule, den Entwurf f\u00fcr das heutige Schulmitwirkungsgesetz auszuprobieren. Satzung des Schul-Rates Am 21.12.1973 von der Elternkonferenz verabschiedeter und der SMV und der Lehrerkonferenz zur Verabschiedung in dieser Fassung empfohlener abge\u00e4nderter Satzungsentwurf:\u00a0<br\/><strong>Satzung\u00a0<br\/>1 Aufgaben des Rates der Petersen-Schule\u00a0<br\/><\/strong>Der Rat dient der Zusammenarbeit der Eltern, Lehrer und Sch\u00fcler in Bildungs- und Erziehungsfragen. Er ber\u00e4t in allen schulinternen Angelegenheiten, die von Elternkonferenz, Lehrerkonferenz oder Sch\u00fclerrunde eingebracht werden. Er entscheidet in denjenigen Angelegenheiten, die aus Elternkonferenz, Lehrerkonferenz oder Sch\u00fclerrunde als Antr\u00e4ge eingebracht und nicht gegen\u00fcber dem Schultr\u00e4ger und der Schulaufsicht vertreten werden m\u00fcssen. Der Schulleiter unterrichtet den Rat regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber alle Angelegenheiten der Schule. Der Rat entscheidet beispielsweise unter Ber\u00fccksichtigung der Ausf\u00fchrungen im ersten Absatz \u00fcber:\u00a0<br\/>&#8211; Die Ver\u00e4nderung der bisherigen p\u00e4dagogischen Arbeit,\u00a0<br\/>&#8211; die Einbeziehung der Schule in Schulversuche,\u00a0<br\/>&#8211; die Einrichtung zus\u00e4tzlicher Lehrerveranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften,\u00a0<br\/>&#8211; die Grunds\u00e4tze der zeitlichen Koordinierung von \u00dcbungsprogrammen und Klassenarbeiten,\u00a0<br\/>&#8211; besondere Veranstaltungen der Schule und Angelegenheiten der Sch\u00fclerbetreuung,\u00a0<br\/>&#8211; die Bildung p\u00e4dagogischer Arbeitskreise und Vorschl\u00e4ge der Arbeitskreise\u00a0<br\/>&#8211; die Durchf\u00fchrung von Geldsammlungen,\u00a0<br\/>&#8211; allgemeine und grunds\u00e4tzliche Angelegenheiten der Ordnung der Schule,\u00a0<br\/>&#8211; die Grunds\u00e4tze der Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Institutionen.\u00a0<br\/>Der Rat ber\u00e4t \u00fcber:\u00a0<br\/>&#8211; Die Besetzung von Bef\u00f6rderungsstellen,\u00a0<br\/>&#8211; die Teilung, Zusammenlegung, \u00c4nderung, Aufl\u00f6sung und Neugliederung der Schule,\u00a0<br\/>&#8211; schulische Bauma\u00dfnahmen,\u00a0<br\/>&#8211; den zeitweiligen Ausschlu\u00df eines Sch\u00fclers vom Schulbesuch, die Androhung der Entlassung, die Entlassung, die Androhung der Verweisung und die Verweisung wenn die betroffenen Erziehungsberechtigten und Sch\u00fcler diese Beratung w\u00fcnschen,\u00a0<br\/>&#8211; die Anforderung und Verwendung von Haushaltsmitteln.\u00a0<br\/><strong>2 Zusammensetzung des Schul-Rates:\u00a0<br\/><\/strong>Die Vertreter des Rates werden von der Elternkonferenz, der Lehrerkonferenz und der Sch\u00fclerrunde delegiert. Unter den von der Sch\u00fclerrunde gew\u00e4hlten Mitgliedern sollte die Grundschule angemessen vertreten sein. Jede der drei Gruppen w\u00e4hlt f\u00fcnf Vertreter und f\u00fcnf Stellvertreter f\u00fcr die Dauer eines Jahres.\n Ein Gruppenvertreter verliert seine Mitgliedschaft im Schul-Rat, wenn seine Gruppe innerhalb des laufenden Schuljahres einen Nachfolger w\u00e4hlt. Die Stellvertreter sollten an den Sitzungen beratend teilnehmen, sind aber nicht stimmberechtigt. Sie r\u00fccken zum stimmberechtigten Mitglied auf wenn ein ordentliches Mitglied verhindert ist. Der Rat w\u00e4hlt ein Sekretariat aus je einem Eltern-, Lehrer-, Sch\u00fclervertreter.\u00a0<br\/><strong>3 Sitzungen des Schul-Rates\u00a0<\/strong><br\/>Der Schul-Rat wird vom Sekretariat einberufen. Auf Verlangen einer Gruppe, mit Angabe und Begr\u00fcndung der zu behandelnden Punkte, muss innerhalb von zwei Wochen eine Sitzung stattfinden. Der Schul-Rat ist beschlussf\u00e4hig bei Anwesenheit von wenigstens zwei Dritteln seiner Mitglieder. Vor anstehenden Beschl\u00fcssen kann die Mehrheit einer Gruppe einen einmaligen Aufschub auf die n\u00e4chste Sitzung erwirken, damit von ihr weitere Argumente eingebracht werden k\u00f6nnen. Beschl\u00fcsse des Schul-Rates werden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Die Sitzungen des Schul-Rates sind schul\u00f6ffentlich. Als Ergebnis einer jeden Sitzung des Schul-Rates wird ein Beschlussprotokoll abgefasst, das dem Schulleiter und den drei Gruppen zur Verf\u00fcgung gestellt wird.\u00a0<br\/><strong>4 Beanstandungsrecht des Schulleiters\u00a0<\/strong><br\/>Der Schulleiter kann einen Beschluss des Schul-Rates entweder durch eine im Beschluss-Protokoll festzuhaltende Erkl\u00e4rung oder schriftlich binnen zwei Wochen gegen\u00fcber den Mitgliedern des Schul-Rates beanstanden. Er muss die Beanstandung durch nachpr\u00fcfbare Hinweise auf Rechtsgrundlagen begr\u00fcnden.\u00a0<br\/><strong>5 Auswirkungen auf die Schulpflegschaft\u00a0<br\/><\/strong>Der Schulleiter kann einen Beschlu\u00df des Schul-Rates entweder durch eine im Beschlu\u00df-Protokoll festzuhaltende Erkl\u00e4rung oder schriftlich binnen zwei Wochen gegen\u00fcber den Mitgliedern des Schul-Rates beanstanden. Er mu\u00df die Beanstandung durch nachpr\u00fcfbare Hinweise auf Rechtsgrundlagen begr\u00fcnden.\u00a0<br\/><strong>6 Inkrafttreten der Satzung und Satzungs\u00e4nderungen\u00a0<\/strong><br\/>Die Satzung tritt in Kraft, wenn in jedem der drei Entscheidungsgremien (Elternkonferenz, Lehrerkonferenz, Sch\u00fclerrunde) Zweidrittel der Mitglieder daf\u00fcr stimmen. Ebenso treten Satzungs\u00e4nderungen in Kraft. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus dem Hauptschulteil stellen den Antrag, die Lehrer &#8222;duzen&#8220; zu d\u00fcrfen, die Lehrer w\u00fcrden sie ja schlie\u00dflich auch duzen. Das Kollegium tut sich schwer. Es bildet einen parit\u00e4tisch besetzten Ausschu\u00df zu dieser Frage und l\u00e4\u00dft ihn ein Jahr nicht tagen. Einem j\u00fcngeren Kollegen ist das zu dumm, er bietet an, da\u00df ihn die Jugendlichen mit dem Vornamen ansprechen d\u00fcrfen. Das bringt Bewegung ins Kollegium.\u00a0<br\/>Wer will schon gern als r\u00fcckst\u00e4ndig gelten. Die Konferenz beschlie\u00dft den Schulneulingen, die ohnehin &#8222;He, Du Fr\u00e4ulein&#8220; sagen, freizustellen, ihre Lehrerin oder ihren Lehrer mit Vornamen anzusprechen. Innerhalb kurzer Zeit ist das &#8222;DU&#8220; die \u00fcbliche Anredeform im Haus. 1974 Das gesamte Kollegium und der Schulpflegschaftsvorsitzende arbeiten im Didaktischen Ausschu\u00df f\u00fcr die Gesamtschule H\u00f6henhaus mit. Das zweite Gr\u00fcne Buch &#8222;ein p\u00e4dagogisches experiment wird 20 + 2 jahre&#8220; erscheint. Es befa\u00dft sich mit dem Verh\u00e4ltnis Gesamtschule und Petersen-Schule.Andere Themen dieses Buches sind: &#8222;Was wird aus der Grundschule&#8220;, &#8222;Mitbestimmung in der Schule&#8220;, &#8222;M\u00fcssen Zeugnisse so sein&#8220;, &#8222;Ersatz f\u00fcr Religionsunterricht&#8220;, &#8222;Politische Bildung&#8220;. \u00dcber alle diese Themen arbeitet der P\u00e4dagogische Arbeitskreis in insgesamt sechs Untergruppen. Die Tradition der P\u00e4dagogischen Arbeitskreise ist seitdem nicht mehr unterbrochen worden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1975<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser 3. Buch, &#8222;ein p\u00e4dagogisches experiment wird 20 + 3 jahre&#8220; erscheint. Es setzt sich auf 87 Seiten mit der Freizeit von Kindern in der Schule und dem k\u00fcnftigen Gesicht der Sch\u00fclertagesst\u00e4tte auseinander. Die Gesamtschule H\u00f6henhaus beginnt ihre Arbeit. Das Gymnasium H\u00f6henhaus und unser Hauptschulteil nehmen keine Kinder f\u00fcr das 5. Schuljahr mehr auf. Die auslaufenden Klassen und die neun Stammgruppen unseres Hauptschulteils ziehen mit in das Gesamtschulgeb\u00e4ude ein. Das Schulgel\u00e4nde steht allein den 14 Stammgruppen der Grundschule zur Verf\u00fcgung. Die demontablen Einheiten und das gr\u00f6\u00dfere der beiden Blauen H\u00e4user werden abgebaut. Drei demontable Einheiten bleiben stehen f\u00fcr die sich neu konstituierende Sch\u00fclertagesst\u00e4tte Peter-Petersen-Schule (SPPS).\u00a0<br\/>Es brennt!\u00a0<br\/>Ende November und Anfang Dezember brennen zwei der drei stehen gebliebenen demontablen Einheiten ab. Brandstiftung! Tagesst\u00e4ttengruppen m\u00fcssen in Klassenr\u00e4ume im Festbau ziehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1976<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kultusminister genehmigt als Schulversuch, Informationsb\u00f6gen statt der Notenzeugnisse auszuteilen. Drei Stammgruppen beginnen damit schon zum Halbjahr 1975\/76. Die anderen folgen zum Schuljahresende. Eine eskalierende Konfliktserie zwischen Schule und Sch\u00fclertagesst\u00e4tte beginnt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1977<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um geben wir den ersten Bildband heraus, und es gelingt uns der wohl originellste Karnevalsorden, ein Brett vorm Kopf,\u00a0<br\/>&#8222;25 Johr un nix dobeijeliert&#8220;.\u00a0<br\/>Der Konrektor, Hans Arentz verl\u00e4sst die Schule und wird Schulleiter in St. Augustin. Werner Menda wird Konrektor. Unsere Hauptsch\u00fcler geben zusammen mit den anderen Schulen im Gesamtschulgeb\u00e4ude die Sch\u00fclerzeitung &#8222;Der Wecker&#8220; heraus. Dabei informieren sie sehr offen \u00fcber Verh\u00fctungsmittel. Das sorgt f\u00fcr Aufruhr bis in das Kultusministerium hinein und bringt Erwin das zweite der insgesamt drei Disziplinarverfahren ein. Im Gesamtschulgeb\u00e4ude str\u00f6men die Deckenplatten Formaldehyd aus. Wir holen unsere Hauptsch\u00fcler wieder aufs Schulgel\u00e4nde zur\u00fcck. Durch die Begegnung mit den Grundsch\u00fclern entwickeln sie sofort wieder die fr\u00fcheren sozialen Verhaltensformen.\u00a0<br\/>Die F\u00fcnftagewoche wird eingef\u00fchrt. Anstelle der bisherigen Samstagsaktivit\u00e4ten mit Eltern treten die Eltern-Kinder-Feste. In den Sommerferien stellt der Schulleiter in \u00dcbereinkunft mit dem Schulpflegschaftsvorsitzenden einen Antrag auf ein Ganztagsangebot f\u00fcr alle Grundsch\u00fcler. Dieser Antrag hat seine Vorgeschichte. Durch den zugespitzten Konflikt mit der Sch\u00fclertagesst\u00e4tte sieht sich eine Mehrheit des Kollegiums und eine Mehrheit der Elternschaft bis zur Handlungsunf\u00e4higkeit in die Defensive gedr\u00e4ngt. Es ist klar, da\u00df die Schule irgendwie die Initiative ergreifen mu\u00df. Auf ein Protokoll \u00fcber ein diesbez\u00fcgliches Gespr\u00e4ch zwischen dem Schulleiter und dem Pflegschaftsvorsitzenden vom 12.4.1977 wird, wohl aus Konfliktm\u00fcdigkeit, nicht mehr reagiert. Auch den Besuch des Jugendamtes mit der Absicht, eine &#8222;Offene T\u00fcr&#8220; auf dem Gel\u00e4nde einzurichten, registriert keiner mehr. Zu Beginn der Sommerferien signalisiert der Finanzminister, da\u00df bei sofortiger Antragstellung noch Haushaltsmittel zur Einrichtung einer Ganztagsschule 1978 bereitgestellt werden k\u00f6nnten. (Das waren die einzigen Sommerferien, in denen Erwin keinen Urlaub gemacht hat.) Der Antrag ging am 11.8.1977 ohne R\u00fcckendeckung durch ein schulisches Gremium auf die Reise. Die erste Lehrerkonferenz nach den Ferien war durch Entsetzen bei mehreren Kolleginnen und Kollegen gekennzeichnet. Nachtr\u00e4glich fand der Antrag seine Mehrheiten. Der &#8222;P\u00e4dagogische Arbeitskreis Ganztag&#8220; beginnt seine Arbeit. Er wird in den ersten Jahren au\u00dfer von Walter und Erwin ausschlie\u00dflich von Eltern bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1978<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 28. Dezember genehmigt der Kultusminister den Ganztagsschulbetrieb. Davor liegen Einspr\u00fcche gegen den Ganztagsbetrieb, Dienstaufsichtsbeschwerde und die Forderung nach einem Disziplinarverfahren durch den Vorstand der Sch\u00fclertagesst\u00e4tte gegen Erwin, sowie die fristlose Entlassung einer Mitarbeiterin der Tagesst\u00e4tte und die Abspaltung der &#8222;SEIP&#8220; (Sch\u00fcler- Eltern-Initiative).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1979<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beginn des Schuljahres 1979\/80 l\u00e4uft das Ganztagsangebot der Schule an. Dreh- und Angelpunkt werden Heidi und Matthias, zwei sozialp\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte auf Lehrerstellen aus dem damals drei\u00dfigprozentigen Ganztagszuschlag. Der erste Ganztagsraum ist das heutige Lehrerzimmer, sozusagen als Vorl\u00e4ufer f\u00fcr das &#8222;Blaue Haus&#8220;. In der an den Schulgarten angrenzenden demontablen Einheit wird Folien-Essen ausgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 70er Jahre &#8211; Bildb\u00e4nde und der Sch\u00fclerladen 1970 F\u00fcr das Schuljahr 1970\/71 beschlie\u00dft die Lehrerkonferenz, die Zusammensetzung der Stammgruppen zu ver\u00e4ndern. Gebildet werden: Eingangsstufe 1. und 2. Schuljahr Grundstufe 3. und 4. Schujahr F\u00f6rderstufe 5. und 6. Schuljahr Oberstufe 7. bis 9. Schuljahr Stufenwechsel zum Halbjahr ist vorgesehen. Demnach k\u00f6nnten Kinder wenigstens eineinhalb, h\u00f6chstens zweieinhalb Jahre in einer Stammgruppe verweilen.\u00a0Zur Begr\u00fcndung ein Auszug aus dem Konferenzprotokoll:\u00a0Erwin wird zum Rektor ernannt. Konrektor wird Hans Arentz. 1971 Shake hands, das Abschlu\u00dflied jeder Karnevalssitzung wird aus der Taufe gehoben.Mit Beginn des Schuljahres 1971\/72 werden die Stammgruppenzusammensetzungen im Hauptschulbereich noch einmal ver\u00e4ndert. Die neue Oberstufe umfa\u00dft Jugendliche des 7. und 8. Schuljahres, die neue Abschlu\u00dfstufe Jugendliche des 8. und 9. Schuljahres (Das war der Tiefpunkt im jahrgangs\u00fcbergreifenden Denken). Der allgemeine Trend zu m\u00f6glichst vielf\u00e4ltiger \u00e4u\u00dferer Differenzierung und eine junge wisssenschaftsoriertiert ausgebildete Lehrerschaft lassen keinen anderen Kompromi\u00df mehr zu. 1972 Ute Remus aus dem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":"","_tec_slr_enabled":"","_tec_slr_layout":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-312","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chronik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-07-29 20:38:28","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"ticketed":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=312"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/312\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rosenmaarschule.de\/neustart\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}